Strategische Kreativberatung

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Design-Case: Working Out Loud bei der Deutschen Bahn

Als die Anfrage reinkam, ob wir die visuelle Identität der New-Work-Methode „Working Out-Loud“ bei der Deutschen Bahn kreieren wollten, mussten wir nicht lange überlegen: FUTUR III, hierarchiebrechende, revolutionäre Methoden und Tools, die Alltag und Job verknüpfen – das passt.

Was ist Working Out Loud?

Working Out Loud ist eine Selbstlern-Methode zur persönlichen Weiterentwicklung, bei der Zielsetzungen, Ergebnisse und Herausforderungen offen und transparent mit anderen geteilt werden. Ziel ist die Maximierung effektiven Erfahrungsaustauschs. Das Credo: „Baue Beziehungen auf, die von Bedeutung sind“.

Geschichte von Working of Loud

Entwickelt wurde WOL in der Grundidee von Bryce Williams. Die umfassende Methodik und das weltweite Netzwerk aus sogenannten „WOL-Circles“, Lehr- und Arbeitsmaterial und das dazugehörige Buch wurden von John Stepper erdacht und verfasst.

Working Out Loud bei deutschen Konzernen

Working Out Loud gehört heutzutage zum Einmaleins moderner Arbeitsmethoden deutscher Konzerne, wenn sie sich mit New Work beschäftigen. Kein Wunder also, dass man das Thema auch bei der Deutschen Bahn mit Enthusiasmus aufgreift und etablieren möchte.

WOL bei der Deutschen Bahn

Durch das Engagement des Teams „Digitaler Wandel“ hat WOL bei der Deutschen Bahn erst richtig an Fahrt aufgenommen: Von ersten Circles, über eine Road-Show durch die diversen DB-Geschäftsfelder, bis zu einer Konferenz in der DB Digital Base am Potsdamer Platz, gehört das Thema inzwischen fest zum Alltag vieler DB-Mitarbeiter*innen.
Anna-Lena Schmitt, Projektverantwortliche bei der Einführung von WOL im DB Konzern und selbst erfahrene Circle-Teilnehmerin, beschreibt ihre Arbeit:

„Working Out Loud bietet unseren Kolleg*innen bei der DB den Rahmen, sich in selbstorganisierten Circles mit eigenen Zielen auseinanderzusetzen, bewusste Reflexion als Methode zu erlernen und Schritt für Schritt nachhaltige Netzwerke für übergreifende Zusammenarbeit aufzubauen. Nicht nur der Austausch mit den Kolleg*innen, sondern auch die Unterstützung durch digitale Tools helfen bei der persönlichen Weiterentwicklung und dabei, Wissen übergreifend zu teilen.“

Unsere Arbeit für die Deutsche Bahn

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir bereits direkt zu Beginn des Prozesses eingebunden wurden, um das Design gestalten zu dürfen.
Für uns bedeutet eine frühzeitige Einbindung immer bessere Projektübersicht, meist bessere Möglichkeiten zur tieferen Einarbeitung und somit auch bessere Berücksichtigung diverser Kundeninteressen. Für unsere Kunden bedeutet das am Ende immer das bessere Ergebnis.

Grundvoraussetzungen: Flexibilität und vereinender Charakter

Eine wichtige Voraussetzung, die uns bei unserer Arbeit von vornherein bewusst war: WOL funktioniert nicht in jedem Unternehmen auf die gleiche Weise. So konzentriert sich die Deutsche Bahn bei der Implementierung vor allem auf die Geschäftsfeld-übergreifende Anwendung und das Herstellen von realen Anknüpfungspunkten: von Kolleg*innen im Bordbistro, Kolleg*innen am Gleis, bis zu KI-Spezialist*innen am Standort Berlin.

Interdisziplinärer Austausch, das Aufbrechen bestehender Silos und die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen waren daher feste Kernbestandteile dessen, was die visuelle Identität ausdrücken sollte.

Dabei sollte auch klar werden: WOL ist noch Neuland für die Deutsche Bahn und Neuland darf und sollte frei gestaltet werden dürfen – ohne dabei die Wurzeln des eigenen Unternehmens zu vergessen.
Eine weitere Anforderung an das Design: Kolleg*innen sollten gerne und ohne Vorbehalte zur Kontaktaufnahme angeregt werden.
Das Ziel: Hohes Identifikationspotenzial schaffen; sowohl mit WOL als auch weiterhin mit der Deutschen Bahn – als beständiger und zugleich agiler Möglichkeitsraum für alle Mitarbeiter*innen.

 

Logo von Working Out Loud bei der Deutschen Bahn

Keyvisual

Der Titel „Working Out Loud @ DB“ wird in seiner visuellen Übersetzung von einem eingängigen und gelernten Symbol unterstützt: dem richtungsweisenden Pfeil. Assoziationen wie Verbindung, Zusammenhalt, An- und Vortrieb liegen sofort nahe. Zugleich erinnert die Ausrichtung und Verbindung der zwei „Riemen-Ovale“ an Kuppelstangen alter Dampflokomotiven, welche immer neue, zusätzliche Kraft „auf die Schiene brachten“.

Farbskala und Typografie von WOL bei der Deutschen Bahn

Typografie & Farben

Für die Digital Base hat die Deutsche Bahn eigene Farben definiert und ihren Corporate Font um weitere Schriftschnitte ergänzt. Die Verwendung dieses Fonts und der Farben war die einzig fixe Vorgabe für die Entwicklung der visuellen Identität. Der Schriftschnitt erklärt die Digital Base dabei unverkennbar zum festen Teil der Deutschen Bahn. Der Wiedererkennungswert der Farben festigt den Stand der DB als Möglichmacherin und als Bereitstellerin von Gestaltungsfreiheit und -räumen im Arbeitsalltag.

Systematische Herleitung des Keyvisuals für Working Out Loud bei der Deutschen Bahn

Herleitung der Elemente

Die Worte sind untereinander angeordnet, sodass sich bei Verbindung der Buchstaben „O“ eine Pfeilspitze in Leserichtung ergibt.
Diese Spitze wird durch den waagerechten Körper ergänzt und bildet so den gesamten Pfeil. Um den Körper zu bilden, wurde der Buchstabe „O“ durch geometrische Kreise ersetzt.
Die Kreise symbolisieren dabei den Faktor „Mensch“ als Ausgangspunkt und Bindeglied für Antriebs- und Innovationskraft.
Die Kreise erhielten zudem eine Kontur als Verbindung, die an Antriebsriemen erinnert und somit für Vortrieb, Innovation und Schaffenskraft steht. Zudem werden die „Menschen“ (Kreise) durch die Kontur verbunden, was ihnen die Möglichkeit zur Interaktion miteinander gibt.
Die Punkte, in Verbindung durch die Riemen-Kontur, symbolisieren zudem Weichen-Signale und das Grund-Oval von Modelleisenbahnen aus Kinderzimmern: Bewährte Technik und Erfahrung des täglichen Arbeitsalltags in Kombination mit der frischen Spielwiese kindlicher Neugier.

Verwendung von Farben im Umgang mit Flächen bei der visuellen Identität von WOL bei der DB

Umgang mit Flächen

Das Flächenelement leitet sich aus der Grundform der Pfeilspitze ab und ergibt ein Trapez. Die Kombination aus zwei unterschiedlichen Flächenelementen steht für den Austausch und den Dialog. Durch die Überschneidung ergibt sich ein Weißraum, der den Möglichkeitsbereich alles Neuen, aller Innovation darstellt. Die Überschneidungen symbolisieren zudem die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Geschäftsfeldern.

 

Diverse Adaptionen aus dem Design für WOL bei der Deutschen Bahn

Sekundäre Gestaltungselemente und Produkte

Dem Keyvisual liegt eine lineares Gestaltungsraster zugrunde, an dem sich alle sekundären Gestaltungselemente orientieren. Das Raster bietet vielseitige Möglichkeiten, um darauf Icons, Illustrationen oder auch Schrift zu gestalten. Die sekundären Gestaltungselemente werden im Rahmen von Publikationen als visuelle Anker bestimmter Inhalte eingesetzt. Sie finden aber auch auf einigen Produkten Anwendung.
Die abgeleiteten Motive spiegeln Individualität und Lifestyle-Aspekte wider. Sie schaffen Anknüpfungspunkte zur privaten Lebenswelt der Mitarbeiter*innen. Mithilfe beliebter Produkte wie Laptop-Stickern, Jutebeuteln oder T-Shirts sorgen sie für stärkere Sichtbarkeit und Akzeptanz.

Als Hauptprodukt haben wir für die Deutsche Bahn einen umfangreichen Circle-Guide gestalten dürfen. Die Inhalte sind vertraulich. Wir zeigen das Produkt daher in der nachfolgenden Galerie nur teilweise:

Datum: 03.03.2020
Autor: Jochen Heimann, Mitgründer und Geschäftsführer von FUTUR III

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